Jugendhaus Fellbach

Theater im Polygon - Premiere: PROBLEME SIND WIE BÜCHER,.... | 11.11.16

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PROBLEME SIND WIE BÜCHER, VIELSEITIG UND SCHWER

Anne muss eine Jahresarbeit  über Michael Ende schreiben, ein Referat, in dem sie sich mit dem Dichter und seinem Werk auseinandersetzt.  Es stellt sich heraus, dass dies keine so leichte Aufgabe ist, wie sie sich anfangs dachte.  Michael Ende ist vielseitig.  Schwierig.  Ihre Clique soll ihr helfen.  Alle machen mit, und da beginnt es kompliziert zu werden.  Mit dem Thema tauchen Kindheit und Kindheitserlebnisse auf, werden kleine Geschichten erzählt, Rollenspiele probiert, Schlagzeilen der Gegenwart ausgetauscht. Ein wirres Durcheinander, das keine scheinbare Ordnung erkennen lässt, ein Drunter und Drüber an Meinungen, Erfahrungen und Aussagen. Ein Chaos?

Und letztendlich, nach vielen Ansätzen, bei dem Thema in der Spur zu bleiben, einigt man sich. Ein Referat ist es nicht geworden, aber eine Aussage Michaels Endes ist wohl erfüllt: Alle Zeit, die nicht mit dem Herzen wahrgenommen wird, ist verlorene Zeit!

Wir verlassen unsere Kindheit, begeben uns auf den Weg in Richtung Erwachsenenwelt, haben allerdings keinen Schimmer, wie wir das bewerkstelligen können. Eben haben wir noch Jim Knopf und Momo gelesen, und nun stehen wir vor einem Sack voll Problemen und suchen nach... ? Ja, wonach suchen wir? Wenn wir das nur immer wüssten. Was z.B. ist politisch korrekt, und was ist Rassismus und warum wurde ich so wie ich bin, und sind wirklich alle psychisch krank... und „bleibe ich so wie ich bin, nur weil es andere stört wie ich bin?“ Wir sind keine Kinder mehr, wir sind Teenager und: Drachen sind besser als Einhörner.

 

11. & 12.11. um 19.00 Uhr, Theatersaal, Theater im Polygon

Regie: Peter Hauser

Textgestaltung: Die Gruppe und P. Hauser

 

Zur Arbeit in der Gruppe:

Acht Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren. Wir arbeiten an einem Text. Michael Ende und die Narren... ein Theatertext, den ein Mitglied der Gruppe mitgebracht hat. Wir finden schwer Zugang zu diesem Stück, das selten gespielt wird und sicher eine Nummer zu groß für uns ist. Michael Ende aber ist es nicht. Wir sprechen über die uns bekannten Bücher, die Filme. Erinnerungen und persönliche Erfahrungen fließen ein, und vor allen Dingen kommen wir bei diesem Austausch auf viele Fragen. Aktuelle Fragen, zeitlose Fragen, Fragen, die sich um unser derzeitiges Leben drehen, und Fragen, die wir uns stellen, ohne auf Antworten hoffen zu können. Es ist ein Puzzle, vielfältig und auch kompliziert. Wir versuchen, immer ein ganzes Bild zu erreichen, und erreichen immer wieder neue Teile, die unser eben gemachtes Bild zerstören oder verändern.

Wir sind so vielen Eindrücken ausgesetzt, dass wir das Ganze schwer erkennen können. Und dennoch  spüren wir, dass sich durch das Spiel etwas ergibt. Es ist wie bei einem unfertigen Gemälde, das sich Pinselstrich um Pinselstrich zu einem ganzen Bild entwickelt.

Natürlich werden wir immer wieder abgelenkt. Zeitaktuelles fügt sich ein und bestimmt vielfach die Entwicklung der Szenen. So lassen wir uns ein wenig treiben und bleiben aber dennoch auf Kurs. Und wir stellen fest, dass wir weiterkommen. Nicht total strukturiert, Puzzleteil um Puzzleteil setzen wir zusammen. Und es entsteht langsam ein Ganzes.

"Probleme sind wie Bücher, vielseitig und schwer", so entscheiden wir den Titel.

 

Stimmen zur Arbeitsatmosphäre:

Chaotisch, kreativ,  humorvoll , in Tratsch und Klatsch untergehend und dennoch bereichernd. Improvisation ist alles. Und immer wieder die Frage, ob es nicht was zu essen gibt. Äpfel zum Beispiel.

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